5. Dezember 2014:
Die 24-Stunden-Ameise

Die 24-Stunden-Ameise (paraponera clavata, tropische Riesenameise) lebt an den Küsten Zentral- und Südamerikas und kann bis zu 2,5 cm lang werden.

Das Besondere an ihr ist, dass sie einen Stachel hat, mit dem sie Angreifern ein starkes Gift verabreichen kann.

Es gibt eine Skala, die zur Bewertung der Schmerzhaftigkeit von Insektenstichen benutzt werden kann, den Schmidt Sting Pain Index. Er reicht von 1 ("als ob ein winziger Funke ein einziges Haar auf dem Arm ansengt") über 2 ("als ob jemand eine Zigarre auf deiner Zunge auslöscht") und 3 ("als ob jemand einen Bohrer benutzt, um einen eingewachsenen Zehennagel freizulegen oder man einen Becher mit Salzsäure über eine Schnittwunde schüttet") bis zur Stufe 4+ ("als ob man über glühende Kohlen läuft und dabei einen sieben Zentimeter langen, rostigen Nagel in der Ferse stecken hat").

Die 24-Stunden-Ameise wird auf dieser Skala mit 4+ bewertet, ihre Stiche gelten als die schmerzhaftesten der Welt. Oft werden die Schmerzen so beschrieben, als würde man bei lebendigem Leibe verbrennen. Nach etwa 24 Stunden lassen die Schmerzen nach, das Gift hinterlässt keine bleibenden Schäden im Gewebe.

Fun fact: Es gibt eine südamerikanische Stammesgruppe, die diese Ameisen als Mutprobe und Initiationsritus verwendet: Wer die Schmerzen erträgt, eignet sich als Stammesführer.